Haus HA
Der Neubau des Einfamilienhauses im Kölner Westen entstand in einem gewachsenen Wohnquartier mit überwiegend kleinteiliger Bebauung aus Einzel- und Doppelhäusern. Abseits der belebten Hauptachsen, geprägt von einer familiären Nachbarschaft, verbindet der Standort eine ruhige, fast ländliche Atmosphäre mit der Nähe zur Innenstadt. Das Grundstück liegt in zweiter Reihe, grenzt unmittelbar an eine öffentliche Grünfläche; der Stadtwald befindet sich ebenfalls in fußläufiger Nähe. Diese besondere Lage bildet die Grundlage für ein Wohnkonzept, das naturnahe Qualitäten mit urbaner Dichte vereint. Das Haus wurde als Hinterhaus auf einem ehemals zum Vorderhaus gehörenden Gartengrundstück realisiert. Von der Straße aus bleibt der Neubau weitgehend verborgen und entwickelt seine räumliche Präsenz erst mit dem Betreten des Grundstücks.
Umgeben von gewachsenem Grün entsteht ein geschützter Ort mit hoher Privatheit. Eine prägende Rolle übernimmt dabei eine massive, vierstämmige Rotbuche, die zwar auf dem angrenzenden öffentlichen Grünstreifen verwurzelt ist, deren weit auskragende Baumkrone jedoch tief in das Grundstück hineinreicht. Ihr Schatten, das gefilterte Licht und die jahreszeitlichen Veränderungen prägen die Atmosphäre des Ortes maßgeblich und wirken unmittelbar auf das Grundstück und das Haus.
Blickbeziehungen richten sich in den Garten und in die angrenzende Vegetation, während der städtische Kontext bewusst in den Hintergrund tritt. Die umgebende Ziegelarchitektur der frühen Moderne bildet dabei einen ruhigen, maßstäblichen Rahmen und schirmt das Grundstück zusätzlich von der Straße ab.
- Ano
- 2024
- Cliente
- privat
- Equipa
- Anna Bräutigam









