Wohnhaus Grenzacherweg
Das zweigeschossige Wohnhaus mit Nebengebäude (Garage und Werkstatt) wurde im Jahre 1941 von den bekannten Basler Architekten Bräuning, Leu + Dürig erstellt, der gartenseitige Anbau wurde 1981 realisiert. Beim Wohnhaus mit Nebengebäude handelt es sich um eine Holzkonstruktion, der Anbau ist ein Massivbau. Das Grundstück gehörte bis Mitte 1990er Jahre zu einer Gärtnerei. Es besteht deshalb eine Teilinfrastruktur, welche früher professionell genutzt wurde (Gartenhaus, Gewächshaus, Rabatten etc.). Die ca. 1250m2 grosse Eckparzelle wurde kürzlich von einer früher bestehenden Baubeschränkung (von 0.2 auf nun 0.6 Ausnützungsziffer) befreit.
Um zusätzliche Wohnfläche für einen grosszügigen Schlafbereich zu erhalten, wurde das Wohnhaus mit einem höheren Dachgeschoss aufgestockt. Das bestehende Dach inkl. Dachkonstruktion wurde dafür abgebrochen. Anschliessend wurden die Kniewandhöhen auf den Traufseiten auf 1.40m erhöht und ein neues Satteldach in Elementbauweise mit der max. möglichen Dachneigung von 45° ausgeführt. Die Machbarkeitsprüfung von den Bauingenieuren hat ergeben, dass die zusätzlichen Lasten des Aufbaus von den bestehenden Holzaussenwänden aufgenommen werden können. Die Lasten der zwei neuen Stützen, welche die Firstpfette tragen, werden mittels neuen querlaufenden Balken im Bodenaufbau auf die Längsfassaden übertragen. Über der bestehenden Treppe wird ein neuer Treppenlauf in Anlehnung an den Bestand ins Dachgeschoss geführt. Eine Ankleide und ein WC bilden zusammen mit dem Treppenbereich eine Raumeinheit, die durch zwei grosse Schiebetüren vom grossen neuen Zimmer räumlich abgetrennt werden kann. Eine neue grosse Lukarne, gegen Süden orientiert, ermöglicht den Ausblick in den Garten. Das Fenster ist als französischer Balkon ausgebildet. Zwei neue grosse Fenster auf den Giebelseiten ermöglichen einen Ausblick auf die Ost- und Westseite. Im Erdgeschoss wurde eine neue Küche eingebaut und räumlich gegen das Wohnzimmer geöffnet. Dabei wurde der bestehende Kamin, welcher aufgrund des neuen Fernwärmeanschlusses nicht mehr gebraucht wird, in der Küche abgebrochen. Auch im 1. Obergeschoss wurde der Kamin im Kinderzimmer abgebrochen, um die Zimmerfläche zu vergrössern. Die Eindeckung des neuen Dachgeschosses wurde mit einer integrierte PV-Anlage umgesetzt.
Beim Umbau und der Erweiterung wurde im Innern und Äussern darauf geachtet, dass der bestehende, einfache Charakter des Wohnhauses aus der Nachkriegszeit weitergeführt und transformiert wurde. Durch die vertikale Holzverkleidung des Aufbaus sind die Dimensionen des Ursprungsbaus nach wie vor ablesbar. Der graue Farbanstrich mittels Schwedenfarbe bindet den verputzen Bestand und den Dachaufbau jedoch zu einem neuen Ganzen zusammen.
- Année
- 2024
- Project Status
- Construit






