Brücke MeidLine
»Das Projekt reagiert auf die bestehende städtebauliche Situation auf eine selbstbewusste Art und Weise und verbindet die sehr differenzierten Stadträume durch eine klar strukturierte Brücke. Die aus zwei geradlinig verlaufenden Brückenteilen bestehende, promenadenartige Konstruktion reagiert in ihrer Breitenentwicklung unterschiedlich auf die jeweiligen räumlichen Situationen des Weges.« (Statement des Preisgerichts)
MeidLine ist als gemischt genutzte Stadtentwicklung konzipiert, welche die lineare Infrastruktur des Eisenbahnkorridors im 12. Wiener Bezirk neu interpretiert. Das Projekt untersucht, wie Wohn-, Gewerbe- und öffentliche Funktionen in eine dichte städtische Struktur integriert werden können.
Brücke mit Weitblick
Die Brücke bietet weite Blickbeziehungen. Auf der einen Seite eröffnet sich die Sicht auf die Gloriette, auf der anderen ein markanter Stadtblick vom Schedifkapark auf die Skyline beim Hauptbahnhof. Diese Ausblicke machen die Überquerung zu einem besonderen Erlebnis. Ein durchdachtes Beleuchtungskonzept verhindert Angsträume sowohl unter als auch auf der Brücke. Unterhalb wird durch Verschlankung und Beleuchtung Sicherheit vermittelt, während oben Mastenlampen und in Stadtmöbel integrierte Beleuchtungskörper für angenehme Lichtverhältnisse sorgen.
Unterm Kronendach
Das Konzept schützt und vergrößert den bestehenden Baumbestand, indem zusätzliche Bäume gepflanzt werden. Die historische Allee auf der Hohenbergstraße wird auf der Bücke weitergeführt. Die grüne Brückenallee verknüpft die beiden Stadtteile, indem die bestehenden Grünflächen zusammengeschaltet werden. Die Parks an den beiden Seiten binden die Brücke städtebaulich ein. »Unterm Kronendach« am Schedifkaplatz bietet eine multifunktionale Begegnungsstätte mit natürlicher Beschattung. An der Hohenbergstraße verbessert der »Wasserpark« mit Liegewiese und Wasserbiotop das Mikroklima und bietet Erholung. Klimafeste Baumarten und Stauden verbessern das Mikroklima und fördern die Biodiversität. Prinzipien der Kreislaufwirtschaft werden durch Wiederverwendung von Bodenaushub und Holzmaterial berücksichtigt.
Mit seiner linearen Struktur und seinem gemischt genutzten Programm bietet MeidLine einen zeitgemäßen Ansatz für die Stadtentwicklung entlang von Infrastrukturkorridoren und verwandelt einen ehemals fragmentierten Stadtrand in einen zusammenhängenden und lebendigen Teil der Stadt. Das Projekt wurde mit dem Anerkennungpreis 2024 ausgezeichnet, womit sein Beitrag zu innovativen Stadtentwicklungsstrategien im infrastrukturbezogenen Kontext gewürdigt wurde.
- Año
- 2024
- Project Status
- Diseño
- Cliente
- Stadt Wien
- Equipo
- Lisa-Marie Androsch, Dina Elsadi, Julian Heinen, Charlotte Lê, Jelena Markovic, Elena-Rose Parker, Benjamin Schneider
- Projektpartner
- ZSZ Ingenieure
- Projektpartner
- gmeiner haferl & partner
- Projektpartner
- SI landschaftsarchitektur
- Renderings
- nookta




